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Wilder Mann
Eine Reise nach Fribourg CH im Lockdown 2021

Ich melde mich mal wieder und zwar mit einer Reise Story.
Als wir, mein Mann und ich, im Lockdown nicht arbeiten durften, haben wir uns etwas gegönnt.
Mein Mann hat Catering Verbot, seine Firma ist geschlossen und mein Geschenk und Dekoration Artikel Geschäft war auch zu.

Kurze Anreise

Da wir in der Schweiz leben und private Hotel Besuche möglich sind, haben wir uns den Luxus einer Nacht im Hotel Wilder Mann in Fribourg gegönnt.
Wir waren beide noch nie dort, und da war es für einen Ausflug Mitte Februar 2021 der richtige Zeitpunkt für diese Stadt.
Zumal wir uns mit einem Hotelbesuch auch einen Restaurantbesuch gönnen konnten welches über das Hotel möglich war. Im Zeitraum Valentinstag ist Zeit zu zweit und etwas Auszeit herzlich willkommen.
Von uns zuhause waren es nur ca. 2 Stunden Anfahrt, so gross ist die Schweiz ja nicht.

Rösti Graben

Erklärung Röstigraben

Die einzige Überwindung war der Rösti Graben, den wiederum kennt jeder Schweizer.
Als Erklärung für diejenigen von Euch die diesen Ausdruck nicht kennen: Der Rösti Graben ist der bildhafte Ausdruck für die Sprachgrenze zwischen dem deutschsprachigen und dem französischsprachigen Teil der Schweiz, darüber hinaus für die (realen oder «gefühlten») kulturellen Unterschiede zwischen den beiden grössten Schweizer Sprachregionen.
Oft wird der Rösti Graben mit dem Lauf der Saane bei Freiburg gleichgesetzt.

Hotel mit Restaurant Besuch

Unser Hotel Le-Sauvage stammt aus dem Jahr 1642 und hat 17 historische Zimmer.
Die Infrastruktur ist natürlich up to date, man hat die Gratwanderung zwischen antiker Substanz kombiniert mit aktueller Moderne und sehr modernen Inputs auch grafisch mit guter Wirkung hinbekommen.

Da passte auch genau die freundliche Begrüssung von Cindy dazu,
flott und unkompliziert.
Das Zimmer war wie Ihr seht super!
Mit Blick direkt auf den Platz Planche-Supérieure.
Bequemes Bett, Fenster zum Öffnen, Platz satt…super.

Zimmeraussicht bei Starkregen, oberhalb Loretkapelle und Bürgelen Tor

Auszeit und Entdeckungs Tour

Wenn wir uns mal eine Hotel Auszeit gönnen, dann immer unter der Woche. Wenig frequentiert und oft zu einem Preisvorteil.
Und so starteten wir unsere Entdeckungs-Wanderung in einer der grössten mittelalterlichen Städte der Schweiz …in Freiburg.
Bestehend aus einer Ober- und Unterstadt hat es mich irgendwie an meine Zeit in Luxenbourg erinnert, dort habe ich einige Jahre gelebt und als Floristin gearbeitet.

Ober und Unterstadt

Die Unterstadt von Freibung Neuveville wird mit der Ober Stadt unter anderem via Standseilbahn verbunden.
Diese wird mit einem einmaligen Wasserballast (an der Bergstation wir der Tank mit Abwasser gefüllt und unten wieder geleert, man riecht es etwas) betrieben, und ist in ihrer Art die einzige so funktionierende Seilbahn in der Schweiz. Daher auch nationales Kulturgut.
Viele verwinkelte Gassen und Stadttore sowie Treppen laden einen ein mit bequemen Schuhen den unermüdlich wechselnden Belag zu erkunden. Auch die Brücken die über die Saane in verschiedene Quartiere führen sind extrem einladend und man stellt sich vor, wie es wohl ist, wenn alle Restaurants offen sein dürfen. Um das zu sehen und zu geniessen kommen wir definitiv wieder, hoffentlich bald.
Natürlich merkt man an den vielen Jakobsmuscheln an Schildern und auch auf den Pflastersteinen sofort, dass der Schweizer Teil des Jakobswegs hierher führt.

Imposante Fassaden

Es soll mehr als 200 einmalige gotische Fassaden geben. Wir sahen wohl nur ein Bruchteil davon.
Aber trotzdem unglaublich viele.

Ich liebe es ja auch immer in Hinterhöfe zu schauen, denn oft ist dort die Zeit komplett stehengeblieben.
Auch die alten Blechschilder oder Fassadenbeschriftungen sind eine Fotosafari wert.

Kathedrale St. Nikolaus

Extrem beeindruckt hat uns die Kathedrale von Freiburg mit ihren wunderschönen Glasfenstern.
Angefangen zu bauen im Jahre 1283 und in Etappen fertiggestellt.
Wir haben uns den St. Jakob Stempel geholt in der menschenleeren Kathedrale…aber nicht in den Pilger Pass sondern als Erinnerung auf ein Blatt Papier.
Der 74 Meter hohen Turm, von dem aus man einen unvergleichlichen Rundblick hat….wenn der Turm offen ist.
So haben wir den Turm aus jedem Winkel der Klippenartigen Umgebung gesehen.
Die Befestigungsanlagen der Stadt Freiburg wurden im Mittelalter zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert zum Schutz der Stadt erbaut.
Heute bildet die auf weiten Strecken erhaltene Befestigung die bedeutendste mittelalterliche Militärarchitektur in der Schweiz und ist für Besucher öffentlich zugänglich. Echt toll und sicherlich auch für Kinder total spannend.

Durstlöscher Brunnen

Bei Durst spenden 11 historischen Brunnen mit ihren wunderschönen Säulen nicht nur Wasser sondern der Sage nach auch Treue, Stärke, Tapferkeit …auch das bleibt noch zu erkunden.
Am besten bei einer der Staatsführungen die sicherlich auch bald wieder möglich sind.

…wer hier wohl schon gestanden hat…

Loretkapelle lohneswerter Aufstieg

Etwas steil aber lohnenswert ist der Aufstieg zur Loretkapelle, von dort geniesst man den herrlichen Blick auf die Quartiere und Brücken der Stadt Freiburg. Der Platz rund um die Kapelle laden zum Verweilen ein und die Aussen Fassade ist extrem imposant durch die überlebensgrossen Molasse-Statuen.
Die Häusergruppe beim Bürgelen Tor direkt in der unmittelbaren Nähe der Kapelle, ist wie eine kleine Filmkulisse.

Regenbogen

…bei soeiner Kulisse…FREUDE

Wir hatten einen Tag mit extrem wechselndem Wetter, irgendwie waren wir immer ca. 1 km vom Starkregen entfernt.
Somit hatten wir von dort aus eine unwirklichen Regenbogen direkt über der modernen Poyabrücke.

Nach so viel Erkundungen und vielen Fusskilometern mussten wir uns vor dem Restaurantbesuch erst etwas ausruhen in unserer tollen Kammer.
Das Restaurant in dem wir unser Nachtessen einnehmen durften war in einem Partnerhotel in der Oberstadt, also wieder marschieren.
Denn wenn schon Restaurant dann bitte mit Aperitif und Wein…
Ich muss sagen, es war ein ganz feines Essen. Da wenige Gäste da waren reichte eine Schiefertafel/ Blackboard mit einigen Gerichten. Geschmacklich perfekt und frisch gekocht liessen wir uns verwöhnen und wanderten wieder in die Unterstadt zum Hotel Le-Sauvage / Wilder Mann.

Dämmerung mit beeindruckenden Kulissen

Im halbdunklen war das Gebäude in dem „Espace Jean Tinguely et Niki de Saint Phalle“, untergebracht ist schön anzusehen. Aber ein Foto habe ich leider nicht gemacht …
Es ist eigentlich ein ehemaliges Strassenbahndepot.
Definitiv eines von viele Museen die nach der Corona Zeit zu besichtigen auf der Agenda stehen.

Wanderung

Am nächsten Tag nach einem super Frühstück am Tisch serviert haben wir eine Wanderung unternommen.

Pérollessee

Rundweg um den Pérollessee war nun bei uns auf dem Programm.
In Richtung Freibad Piscine de la Motta, welches Anfang vom 20. Jahrhundert eröffnet wurde geht es weiter an der Saane entlang vorbei an der Abtei von La Maigrauge.

Oberhalb der Abtei befindet sich eine ehemalige Pilgerunterkunft wo diese Wanderschuhe die Fensterdekoration bildeten, irgendwie waren wir froh hatten wir leichte trittsicherere Schuhe an mit Fussbett…

Unterwegs

Der Wanderweg war total ca. 9 km und so abwechslungsreich wie wir selten auf so einer doch eher kurzen Strecke erlebt haben. Hinter dem alten Gebäude des Elektrizitätswerks via dem Damm wurde es plötzlich wild und natürlich, dann durch einen Felstunnel zum ruhigen Ufer mit hohen Kliffs und Schilfgürteln vorbei. Über ein Industrie Gelände an eine clevere Steg Variante, die an die Pérolles-Brücke gebaut war. Extra für diese Wanderung.
Die Pérolles-Brücke ist extrem beliebt bei Kletterern…Hilfe!! So hoch. Jetzt ging die Wanderung durch ein Wohnquartier und wieder zurück in die wilde Natur. Und weiter bis man dann wieder in Stadtnähe war. Imposant und sowas von abwechslungsreich!
Start und Ziel in der Stadt, das gefällt uns extrem.

to do list

Was wir das nächste Mal unbedingt noch ansehen müssen ist die Abtei von Hauterive, ein 1137 gegründetes Zisterzienserkloster.
Ein Etappenort auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela, aber für heute waren unsere Füsse k.o.
Nach einem Baguette aus einer feinen Patisserie, plus caffè & Dessert und einem Picknick an der Saane waren wir bereit um nach Hause zu fahren.

Blumen für mich

Die Blumen die ich von Felix zum Valentinstag bekommen hatte, wollten ja auch irgendwann in eine Vase… obwohl es natürlich im schönsten Blumenladen aux- fleurs.ch von Fribourg fachlich feucht verpackt wurde.



merci chérie Felix,
ein Valentinstag der definitiv unter die top five kommt!
Trotz Corona Situation auf der Welt.

Wenn Dir mein Beitrag gefallen hat gerne weitersagen,
merci und pass auf Dich auf…
Deine marion-like.com


Weitere Info auf:

https://www.fribourgtourisme.ch/de/

https://www.myswitzerland.com/de-ch/reiseziele/fribourg-freiburg/

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